DAS LAGARINATAL: von Besenello bis Rovereto
Gesamtfahrt: 20 km von Trient; notwendige Zeit: ½ Tag.

Landkarte


Von Trient, wenn Sie den Südring kurz vor dem Dorf Mattarello abfahren, biegen Sie in die Staatstraße Nr. 12 "von Abetone und Brenner" ein. Nach etwa 14 km kommen Sie zur Abzweigung nach Besenello an, und von hier ist es möglich den mächtigen schon von der Staatsstraße gut sichtbaren Festungskomplex vom Castel Beseno beobachten. Vom Dorf führt eine kleine Straße zum Parkplatz am Fuße des Schlosses und dann in den großen Mauerring, der die Festung umgibt. Es handelt sich um das größte Schloß in den Nord-Ostalpen. Es wurde in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts gegründet, anfangs des 14. Jahrhunderts wurde es zum nördlichen Vorposten der Herrschaft des beherrschenden Gebietes der Familie Castelbarco.

Schon am Anfang des 14. Jahrhunderts, als es im Besitz der Familie Castelbarco kam, bildete das Schloß Beseno mit dem sich untenbefindenden Castel Pietra einen wichtigen Festigungskomplex. Hier kommen Sie an, wenn Sie die Staatsstraße in Richtung Süden für etwa 3 km abfahren. Castel Pietra befindet sich links nach dem Dorf Calliano. Das Gebäude am Fuße des Schlosses wurde ins Restaurant umgewandelt, dessen Schild das Schloß meldet. Es handelt sich um ein mächtiges Gebäude zur Verteidigung des Etschflusses. Es ist nur nach vorheriger Vereinbarung mit den Besitzern besuchbar.

Die Tour fährt dann bis Rovereto weiter. Die Stadt bewahrt noch einige in der ersten Jahren des 14. Jahrhunderts vom Guglielmo Castelbarco il Grande erbauten Teile des Mauerrings auf.

Vom Piazza Rosmini mit seinem Brunnen aus dem 19. Jahrhundert gehen Sie durch via Orefici und kommen Sie zu Fuß im Piazza delle Oche an, der vom Neptunsbrunnen verschönert ist. Von hier biegen Sie in via Rialto, die leicht hinauf geht und von Palästen aus dem 18. Jahrhundert gesäumt ist. Via Rialto endet vor dem Tor San Marco. Es gehörte zur im Laufe des 15. Jahrhunderts von den Venezianern errichteten weitesten Mauerrings; es wurde zum Teil mit den alten Mauern erbaut. Hat man Piazza San Marco hinter sich gelassen, muß man unter den Torre Civica o dell'Orologio (Stadt- oder Uhrturm) gehen. Der Turm war Teil des Mauerrings aus dem 14. Jahrhundert. Man tritt so in via della Terra ein, die Straße geht weiter und endet in Piazza del Podestà, auf den das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert blickt. Oben auf dem Felsen sieht man den Umfang des Schlosses. Vor dem Platz links führt via Castelbarco zum Eingang des Schlosses und verbindet sie sich dann noch links mit via delle Fosse. Die Straße läuft einen Teil der Mauern von Guglielmo entlang. Die Mauer sind in der Mitte von einem gedeckten Turm geteilt und sind Zeugnisse des zumauernden Dorfes, das Terra (Erde) gerade, das die Herren Castelbarco dem Schloß verbundeten.

Das Schloß von Rovereto, das in der Nähe steht, wurde zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert von den Castelbarco wiederaufgebaut, um in seinem Mauerring den zukünftigen Stadtkern einzuverleiben und zu kontrollieren. Rovereto findet man nämlich in den Dokumenten gerade in jenen Jahren und im Laufe des 14. Jahrhunderts erlebte eine Zeit von raschen Entwicklung. Das Schloß wurde dann im 2. Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts von den Venezianern renoviert und es bekam die heutige Struktur. Es ist eines der besten Beispiele der aus dem 15. Jahrhundert Befestigungsarchitektur der Alpen. Hier befindet sich das Museo Storico Italiano della Guerra (Italienisches historisches Kriegsmuseum).

Vom Platz, am Fuße des Schlosses, folgen Sie den Schildern nach dem Ossarium, und fahren Sie neben der Wallfahrt Madonna del Monte, kommen Sie nach etwa 3 km zum Gedenkstätte der Gefallenen von Castel Dante an, neben dem die große verbliebene Mauer der aus dem 11. Jahrhundert Castello di Lizzana aufragt.


Castel Beseno
Castel Pietra
Castello di Rovereto
Castello di Lizzana

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