DAS LAGARINATAL: von Nomi bis Avio
Gesamtfahrt: 47 km von Trient; notwendige Zeit: 1 Tag.

Landkarte


Die Tour fährt die Landstraße Nr. 90 "Destra Adige" entlang, und erlaubt dem Besucher ideell den Wiederaufbau der Beherrschungsentwicklung der Familie Castelbarco. Diese Familie schuf die Grundlagen für ihre Macht gerade im Tal südlich von den Murazzi.

Fahren Sie in die Landstraße Nr. 90 "Destra Adige" über die Etsch-Brücke bei Ravina vom Ring südlich von Trient ein. Das Dorf Aldeno überfahrend, kommen Sie nach etwa 14 km in Nomi an. Fahren Sie hier die Straße durch das Dorf; nördlich der Pfarrkirche beobachten Sie den Palazzo Vecchio, Festungsgebäude des 15. Jahrhunderts. Dem Palast von starken Mauern verbunden, sieht man die Ruinen der aus dem 13. Jahrhundert zurückgehende Burg Nomi auf den Berghänge.

Fahren Sie die Straße entlang, nach dem kleinen Dorf Chiusole kommen Sie in Pomarolo und von hier in Savignano an. Ein Weg führt in 20 Minuten vom Dorf bis zu den Überresten von Castello di Barco. Die Burg war Sitz der gleichnamigen Familie und ist einmaliger Aussichtpunkt auf das hohe und mittlere Lagarinatal.

Nach Villalagarina fahren Sie die Landstraße über den Ampel, und kommen Sie in die Abzweigung nach Nogaredo an. Vom Dorfplatz, auf den die mächtigen Fassade des Palastes Candelpergher blickt, biegen Sie rechts in via Conti Lodron. Kommen Sie so zum Eingang des Palastes Lodron, bedeutungsvolles Festigungsgebäude des 16. Jahrhunderts, deren Besuch nur anläßlich Kultur- und Weinausstellungen möglich ist. Vom Platz fahren Sie weiter links, nach dem Dorf Sasso kommen Sie in Noarna an. Den Dorf über, sieht man auf der linken Seite der Straße in beherrschender Lage, die in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gegründete Castelnuovo mit ihrer langen Eintrittsallee. Die Burg ist normalerweise geschlossen; man kann sie jedoch nach vorheriger Vereinbarung mit den Besitzern oder anläßlich der Weinausstellungen besuchen.

Ins Tal zurück, fährt die Landstraße Nr. 90 weiter durch die kleinen Dörfer Brancolino und Marano, fährt talwärts Isera und kommt in einer von der Autobahn in zwei Teilen geteilten Hochebene an. Auf dem Hügel über den Straßenübergang sieht man die aus dem 12. Jahrhundert Überreste von Castel Pradaglia. Die Burg nahm vielleicht den Namen von den Wiesen - im mittelalterlichen Latein pradalia -, die sie umgaben. Auf der rechten Seite aber fährt die Landstraße Nr. 45 "Isera-Valle San Felice" durch die alten Dörfer Reviano und Folàs, und führt nach 4 km nach Lenzima. Fahren Sie nach Nomesino weiter, kommen Sie im Ort Pilom an, von dem eine Straße rechts (Piani di Grumel) in 20-30 Minuten Gehwegs am Fuße eines Felsblocks führt. Hier erheben sich die zum Teil unzugänglichen Überreste von Castel Corno.

Von Isera fährt die Landstraße Nr. 90 durch die Weinberge von Foianeghe weiter und dann biegt sie in die Staatstraße Nr. 240 "Loppio und Val di Ledro" ein. Man kann bis zum Dorf Mori weiterfahren, das von der Wallfahrtskirche Monte Albano mit der großen Uhr beherrscht ist, neben der findet man die Überreste der Castello di Albano. Biegen Sie links an die Ampelkreuzung, fahren Sie die Landstraße Nr. 90 wieder. Wenn Sie hingegen in Richtung Riva weiterfahren, kommen Sie nach 3,5 km in Loppio an. In der Kirche Santo Nome della Beata Vergine Maria neben dem Palazzo Castelbarco sind einige wertvolle Sarkophage des 14. und 15. Jahrhunderts der Familie Castelbarco aufbewahrt.

Die Tour fährt die Landstraße entlang neben den Etschfluß und nach etwa 6 km kommt man in Villetta von Chizzola an. Am Anfang des Dorfes rechts können Sie in einen Saumpfad gehen, in wenige Minuten erreichen Sie die Überreste der unteren Castello inferiore di Chizzola und von hier aus in 15-30 Minuten die aus dem 12. Jahrhundert Überreste der oberen Castello superiore di Chizzola. Wenn Sie 11 km weiterfahren, kommen Sie endlich in Sabbionara an. Treten Sie rechts ins Dorf ein und durch eine steile Straße kommen Sie zum kleinen Parkplatz am Fuße des Castello di Avio an. Es wurde im 11.-12. Jahrhundert erbaut und stellt ein ganz gutes Beispiel der befestigten mittelalterlichen Architektur dar. Es wurde zur heutigen Erscheinung von den zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert geführten Eingriffen der Familie Castelbarco umgewandelt.


Palazzo Vecchio
Castello di Nomi
Castello di Barco
Palazzo Lodron
Castelnuovo
Castel Pradaglia
Castel Corno
Castello di Chizzola

Castello di Avio

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