DAS CEMBRATAL
Gesamtfahrt: 30 km von Trient; notwendige Zeit: halber Tag

Landkarte


Was die herrschaftliche Organisation betrifft, war die linke Seite des Cembratales im Mittelalter mit der Hochebene von Piné eng verbunden. Von den Hängen des Mochentales bis zu Valfloriana dehnte sich eine breite Gegend aus, wo die adeligen Familien da Roccabruna, da Telve, und nach der Tiroler Ausdehnung, am Ende des 13. Jahrhunderts, da Schenna und Rottenburg Felder, Häuser und Burgen besassen. Von jener herrschaftlichen Organisation bleiben ganz wenige Spuren: Die Rocca di Roccabruna oben Nogaré und das Castel Belvedere in der Nähe von Vigo di Piné sind beinahe verschwunden. Diese Tour führt zum Besuch vierer Burgen, die manchmal unter den eleganten Merkmalen der Wohnrenovierungen einige Spuren ihrer Vergangenheit aufbewahren.

Von Trient fahren Sie den Ring entlang in die Staatsstraße Nr. 47 "des Suganatales" in Richtung Padua. Nach dem Crozi-Tunnel rechts fahren Sie die Landstraße Nr. 83 "Piné", und nach der weiten Kehre fahren Sie links auf die Landstraße Nr. 71 "Fersina-Avisio" in Richtung Civezzano. Nach ungefähr 1 km auf der Mitte der Kehre biegen Sie links und fahren Sie ins Dorf Civezzano ein. Von den Kirchenplatz führt die linke Straße neben den Palazzo Alessandrini und kommt zu Castel Telvana an. Das Gebäude, jetzt Gemeindeeigentum, ist zum größten Teil der heutigen Erscheinung zu einer Renovierung des 16. Jahrhunderts zurückzuführen, aber darf sich wahrscheinlich alte Ursprünge rühmen. Das Gebäude wird vielleicht nämlich mit dem zugemauerten Haus von Civezzano wiederverbunden. Dieses Haus wird in einer Belehnung vom Jahre 1216 zitiert und ab Ende des 13. Jahrhunderts wurde Sitz der Herren da Roccabruna.

Wieder zurück auf die Landstraße, können Sie in Richtung Segonzano-Cavalese weiterfahren. Nach ungefähr 2 km vor dem Dorf Torchio biegen Sie links auf die Landstraße Nr. 225 "Santa Colomba" und kommen Sie nach 2,5 km in Seregnano an. Castel Seregnano ist ein Festigungsgebäude, das im 15. Jahrhundert wiedergebaut und im letzten Jahrhundert renoviert wurde. Es befindet sich nämlich auch an Ort und Stelle, wo es ein zugemauertes Gebäude des 14. Jahrhunderts im Besitz der Familie da Roccabruna gab. Das Festigungsgebäude, Privatbesitz, bewahrt eine wertvolle Gemäldesammlung.

Wieder zurück also auf die Landstraße Nr. 71, fahren Sie noch ungefähr 3 km bis zur Kreuzung links mit der Landstraße Nr. 104 "delle Quadrate". Die Straße führt nach 1,5 km nach Fornace. Das Dorf wird von der Renaissancefassade des Schlosses beherrscht, das sich neben der St. Martinskirche befindet. An seiner Stelle fand man ein anderes zugemauertes Gebäude, das das erste Mal in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts von den Roccabruna renoviert und dann 1566 neulich wiederaufgebaut wurde. Ein Teil des Palastes des 16. Jahrhunderts wurde neulich renoviert und ist heute Sitz des Rathauses.

Kehren Sie auf die Landstraße Nr. 71 zurück und fahren Sie weiter in Richtung Segonzano, nach dem Lasessee und dem Dorf Lona, kurz nach Sevignano finden Sie links die Kreuzung mit der Landstraße Nr. 101. Sie führt nach 2 km nach dem kleinen Dorf Piazzo. Vom Friedhof nehmen Sie den rechten Weg, der in 15 Minuten zu den Ruinen der Burg Segonzano führt. Sie wurde in dem 2. Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts gebaut, im 16. Jahrhundert wiederaufgebaut, aber sie widerstand 1797 dem Vormarsch der Franzosen nicht.


Castel Telvana
Castel Seregnano
Castello di Fornace
Segonzano

smalltn1.GIF (2516 byte)